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LGT Navigator: Positive Impulse im Handelsstreit und Zinsfantasien stützen die Börsen

11. Juni 2019

Eine gewisse Entspannung im Handelskonflikt, stärker als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten aus China und Japan sowie verstärkte Zinssenkungsfantasien sorgten am Pfingstmontag für eine positive Anlegerstimmung an den Aktienbörsen.

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Während an den meisten europäischen Börsen gestern feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, legten die Indizes an der Wall Street zum Wochenstart um rund +0.7% zu. Einerseits hatte ein enttäuschend schwaches Stellenwachstum in den USA den Erwartungen auf eine baldige Zinssenkung Auftrieb gegeben, andererseits hatten eine Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China und mit Mexiko sowie neuste Konjunkturdaten aus Asien für eine optimistischere Einschätzung der Weltwirtschaft gesorgt. In den Verhandlungen hatten die USA und Mexiko einen verbesserten Grenzschutz und ein entschlosseneres Vorgehen gegen Schlepperbanden vereinbart und damit die von Washington angedrohten Strafzölle auf alle mexikanischen Importe vorerst abgewendet. Gleichzeitig kündigte die US-Regierung an, die geplante Erhöhung der Importzölle auf bestimmte chinesische Waren um zwei Wochen auf den 15. Juni zu verschieben. US-Präsident Donald Trump nährte in der Zwischenzeit Hoffnungen auf eine mögliche Einigung zwischen den USA und China am bevorstehenden G20-Gipfel in Japan Ende Juni.

Unterdessen legten Chinas Exporte im Mai trotz des Handelsstreits mit den USA überraschend kräftig zu. Im Vergleich zur Vorjahresperiode stiegen die Ausfuhren um +1.1%, während Analysten mit einem Rückgang um -3.8% gerechnet hatten. Die chinesischen Importe brachen hingegen um -8.5% ein.

Japans Wirtschaft ist im ersten Quartal dank höherer Kapitalausgaben etwas stärker gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte demnach im Vergleich zum Vorquartal um +0.6% zu und im Jahresvergleich resultierte eine auf das Jahr hochgerechnete Zunahme der Wirtschaftsleistung um +2.2% (erste Schätzung +2.1%). Im Schlussquartal 2018 war die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt um +1.6% gewachsen.

Schwächeres US-Jobwachstum gibt Zinssenkungsfantasien auftrieb

Der amerikanische Arbeitsmarkt scheint im Mai deutlich an Schwung verloren zu haben. Mit 75'000 neu geschaffenen Stellen (ohne Berücksichtigung des Agrarbereichs) blieb das Wachstum weit unter den von Analysten im Schnitt erwarteten 185'000 Jobs zurück. Zudem fiel der Zuwachs im April mit 224'000 um knapp 40'000 geringer aus als zuvor gemeldet. Die Arbeitslosenquote verharrte hingegen mit 3.6% auf dem tiefsten Stand seit Ende 1969. Gleichzeitig stiegen die Löhne in den USA im Mai weiter, allerdings weniger stark als erwartet. Das enttäuschende Beschäftigungswachstum und der moderate Lohnanstieg nährten an den Finanzmärkten die Erwartungen an die US-Notenbank (Fed) die Leitzinsen wieder zu senken. Aufgrund der zunehmenden Risiken durch den Handelskonflikt, einer potenziellen Abkühlung der Weltkonjunktur sowie der gedämpften Inflation in den USA hatte die Fed bereits eine Leitzinspause eingelegt, nachdem die Zentralbank 2018 das Zinsniveau vier Mal angehoben hatte.

Deutsche Börsenprofis bleiben skeptisch

Den gestern publizierten Umfrageergebnissen des deutschen Finanzmarktanalyseunternehmens Sentix zufolge haben sich die Einschätzungen von Analysten und Investoren zur deutschen Konjunktur im Juni eingetrübt. Der Konjunkturindex fiel von plus 7.9 Punkten im Mai auf minus 0.7 Zähler und notierte somit auf dem tiefsten Wert seit März 2010. Laut Sentix belastete vor allem der Handelsstreit zwischen den USA und China die stark exportlastige deutsche Wirtschaft. Der Sentix-Konjunkturindex für die Eurozone sank im Juni ebenfalls auf -3.3 von +5.3 im Monat zuvor.



Wirtschaftskalender 11. Juni

MEZ Land Indikator Aktuell
08:30 FR Geschäftsklimaindex 99.2
10:30 GB Arbeitslosenrate 3.8%
10:30 EZ Sentix Anlegerstimmung 5.3
14:30 US Erzeugerpreise (M/M) +0.2%
14:30 US Erzeugerpreise (J/J) +2.2%
14:30 US Kern-Erzeugerpreise (J/J) +2.4%

Unternehmenskalender 19. Juni

Land Gesellschaft Periode
US Oracle Q4

 

 

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 
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