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LGT Navigator: Angst vor erneuten «Lockdowns» sorgt für Zurückhaltung

23. September 2020

Die Angst vor erneuten «Lockdowns» zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgt bei den Anlegern für eine verstärkte Vorsicht. Nichtsdestotrotz erholten sich die Aktienindizes an der Wall Street und grösstenteils auch in Asien von ihrem jüngsten Rückschlag. Während in Washington die Republikaner für eine schnelle Neubesetzung im Obersten Gericht drängen, fordert US-Notenbankchef Powell mehr fiskalpolitische Konjunkturstimuli.

Angst vor erneuten Lockdowns

An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial +0.52% höher als am Vortag bei 27 288.18 Punkten. Zu Wochenbeginn war der US-Leitindex wegen der steigenden Besorgnis vor einer erneuten Pandemiewelle zeitweise auf den niedrigsten Stand seit Anfang August gefallen. Der S&P 500 legte gestern um rund +1% zu und beendete den Tag bei 3315.57 Zählern. Positive Impulse lieferte der amerikanische Sportartikelhersteller Nike, der in der Pandemie stark vom Online-Shopping profitiert. Im letzten Geschäftsquartal erzielte Nike einen Gewinn von USD 1.5 Mrd., das entspricht einem Anstieg um +11% gegenüber der Vorjahresperiode. Damit konnte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten klar übertreffen und die Aktie legte nachbörslich zeitweise um rund +16% zu. Für den Handelsstart in Europa lassen die Futures einen freundlichen Start erwarten.

Fed-Chef Powell sieht Wirtschaft auf «unsicherem Pfad» und fordert mehr Fiskalhilfen

US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die amerikanische Wirtschaft aufgrund der Corona-Krise weiterhin auf einem «unsicheren Pfad». Fed-Chef Jerome Powell betonte bei seiner Anhörung vor dem Kongress, dass eine vollständige Erholung der Wirtschaft erst zu erwarten sei, wenn es gelingt, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen. Die Fed sei deshalb bereit, die gesamte Bandbreite ihrer Instrumente zu nutzen – so lange wie nötig. Powell forderte gleichzeitig von der Politik, mehr zur Stabilisierung der Wirtschaft zu tun.

Streit um Nachfolge im Obersten Gericht prägt US-Wahlkampf

Die Republikaner im US-Senat drängen auf eine baldige Abstimmung über die Nachfolge der verstorbenen Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg. Der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell bekräftigte, dass der Senat noch in diesem Jahr über einen von US-Präsident Donald Trump nominierten Kandidaten für den Supreme Court abstimmen werde. Trump hatte bereits angekündigt, noch in dieser Woche eine Kandidatin vorzuschlagen. Die Verfassungsrichter werden vom Präsidenten nominiert und müssen durch eine einfache Mehrheit im Senat bestätigt werden. Da die höchsten Richter auf Lebenszeit gewählt werden, kann dies für die Zukunft der USA weitreichende Folgen haben. Von den neun Sitzen im Obersten US-Gericht werden nach dem Ausscheiden Ginsburgs nur noch drei von Liberalen gehalten, während die fünf verbliebenen Richter alle als konservativ gelten.

Britische Notenbank erteilt Negativzinsen vorerst noch eine Absage

Die Bank of England spielt derzeit die Möglichkeit negativer Zinsen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise durch. Laut Gouverneur Andrew Bailey sei die Wahrscheinlichkeit einer effektiven Einführung aber derzeit nicht gegeben. Negativzinsen gehörten zum Arsenal der Zentralbank, so Baily, jedoch bedeute die Prüfung der technischen Möglichkeiten noch nicht, dass dieser Schritt auch gemacht werde.

EZB will «grüne Anleihen» als Repo-Sicherheit zulassen

Die Europäische Zentralbank (EZB) will ab 2021 sogenannte «grüne Anleihen» als Pfand für ihre Kreditgeschäfte akzeptieren. Die Anleihen sollen die üblichen Zulässigkeitskriterien der EZB erfüllen und die Bonds müssen mit den Nachhaltigkeitszielen und Vorgaben der EU verknüpft sein. Die Anleihen könnten dann auch im Rahmen des Corona-Krisenprogramms PEPP erworben werden.

Mit anhaltender Konsolidierung der europäischen Bankbranche ist zu rechnen

Credit Suisse-Konzernchef Thomas Gottstein geht von einer anhaltenden Konsolidierung im europäischen Bankensektor aus. Prinzipiell machten Zusammenschlüsse sehr viel Sinn, da vor allem die Negativzinsen auf die Erträge der Banken drückten. Die regulatorischen Hürden seien aber hoch, so Gottstein. Den Aussagen des CS-Konzernchefs kommen aufgrund der jüngst einmal mehr aufgekommenen Gerüchte über einen möglichen Zusammenschluss der beiden Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS besondere Aufmerksamkeit zu.

 

 

Wirtschaftskalender 23. September

MEZ Land Indikator Letzte Periode
09:00 SP BIP Q2 (Q/Q) -18.5%
09:15 FR IHS Markit Einkaufsmanagerindex (Composite, September) 51.6
09:30 DE IHS Markit Einkaufsmanagerindex (Composite, September) 54.4
10:00 EZ IHS Markit Einkaufsmanagerindex (Composite, September) 51.9
10:30 GB IHS Markit Einkaufsmanagerindex (Composite, September) 59.1
15:00 USA FHFA-Häuserpreisindex (Juli, M/M) +0.9%
15:45 USA IHS Markit Einkaufsmanagerindex (Composite, September) 54.6

 

Unternehmenskalender 5. Oktober

Land Unternehmen Periode
CH Aryzta J

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.