Skip navigation Scroll to top
LGT
VALUES WORTH SHARING
Scroll to top

LGT Navigator: Corona-Angst und Impfstoff-Hoffnungen halten sich die Waage

20. November 2020

Derzeit hält sich die Angst vor den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Gegenmassnahmen zur Corona-Pandemie die Waage mit den positiven Signalen in Bezug auf die Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffs. Dies sorgt an den Kapitalmärkten für eine vorsichtigere Haltung der Investoren. Das aktuell von Trumps Anwälten veranstaltete Drama um das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl bringt zusätzliche Unsicherheit und schwächt die Massnahmen gegen die Coronakrise. Unterdessen stellte EZB-Chefin Lagarde angesichts der zu erwartenden negativen Effekte auf die Euro-Wirtschaft durch die zweite Corona-Welle eine weitere geldpolitische Lockerung im Dezember in Aussicht.

Corona-Angst und Impfstoff-Hoffnungen halten sich die Waage

Weitere positive Meldungen zu potenziellen Covid-19-Impfstoffen verstärken das Licht am Ende des Corona-Tunnels. So erwartet die Universität Oxford noch vor Ende des Jahres die Ergebnisse aus einer entscheidenden Studie ihres zusammen mit AstraZeneca entwickelten Corona-Impfstoffs. Es sei aber derzeit noch zu früh, um Aussagen zur Wirksamkeit des Impfstoffs zu machen. AstraZeneca gehört neben Pfizer und der deutschen Biotechfirma BioNTech sowie dem US-Konzern Moderna zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Covid-19-Impfstoff.

Im Drama um die US-Präsidentschaft versuchten gestern die Anwälte des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump weitere Zweifel am Wahlausgang zu säen, ohne jedoch stichhaltige Beweise vorzulegen. Einer Umfrage von CNN zufolge zweifeln nun rund 70% der republikanischen Wähler an der Rechtmässigkeit von Bidens Wahlsieg. Inzwischen bestätigt sich, dass der gewählte Präsident Joe Biden auch nach einer Neuauszählung der Stimmen in Georgia den Bundesstaat gewonnen hat. Zum aktuellen Stand führt Biden mit 306 Wahlleuten vor Trump mit 232.

An der Wall Street verzeichneten die Indizes am Donnerstag leichte Gewinne. Der Dow Jones Industrial schloss +.15% höher bei 29 483.23 Punkten und der S&P 500 beendete den Tageshandel mit einem Plus von +0.39% bei 3 581.87 Zählern. In Asien zeigte sich zum Wochenausklang kein einheitlicher Trend und auch für die europäischen Börsen signalisieren die Aktien-Futures keine klare Richtung.

EZB-Präsidentin Lagarde stellt weitere geldpolitische Aktion in Aussicht

Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte an ihrer nächsten geldpolitischen Sitzung eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik ankündigen. Dies bestätigen neuste Aussagen von EZB-Chefin Christine Lagarde. Die EZB werde die aktuelle Phase der Coronakrise mit demselben Ansatz und derselben Entschlossenheit angehen, so Lagarde vor dem EU-Parlament. Grundsätzlich stehen alle Optionen zur Verfügung, wobei vor allem das milliardenschwere Corona-Wertpapierkaufprogramm (PEPP) und die langfristigen Kredite für die Banken (TLTRO) im aktuellen Umfeld wirksam gewesen seien. Diese könnten am 10. Dezember «dynamisch» angepasst werden, meinte die Notenbankpräsidentin.

Neuste US-Konjunkturdaten zeigen kein einheitliches Bild

Die konjunkturellen Aussichten für die US-Wirtschaft scheinen sich im Oktober etwas verbessert zu haben. Darauf deutete der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren mit einem Anstieg um +0.7% gegenüber dem Vormonat hin. Der aus zehn vorlaufenden Wirtschaftsdaten zusammengesetzte Indikator soll die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten sechs Monate vorzeichnen. Gleichzeitig zeigte das Industriebarometer der Notenbank von Philadelphia zwar eine Abschwächung der Aktivität im Wirtschaftsraum im Nordosten der USA, jedoch war der Rückgang des Philly Fed-Index weniger stark als von Analysten prognostiziert. Der Indikator fiel von 32.3 Punkten im Vormonat auf 26.3 Zähler zurück. Analysten hatten mit einem stärkeren Rückgang auf 22.5 Punkte gerechnet. Negativer als erwartet fielen dafür die neusten Daten vom Arbeitsmarkt aus. So stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA unerwartet wieder an. In der letzten Woche nahm die Zahl der Gesuchsteller um 31 000 auf 742 000 zu. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 707 000 gerechnet. Nach wie vor hat die Corona-Pandemie die USA fest im Griff und von den während der Krise rund 22 Mio. verloren gegangen Jobs konnten im Laufe der Wirtschaftserholung nur etwa 12 Mio. wieder zurückgewonnen werden.

 

 

Wirtschaftskalender 20. November

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Detailhandelsumsätze (Oktober, J/J) +4.7%
10:00 IT Auftragseingang Industrie (Oktober, J/J) +6.1%
16:00 EZ Konsumentenstimmung (November) -15.5

 

Unternehmenskalender 24. November

Land Unternehmen Periode
GB Compass  J
IR Medtronic Q2

 

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Facebook oder LinkedIn – oder besuchen Sie MAG/NET und entdecken Sie spannende Hintergrundartikel. Bei Fragen steht Ihnen ein Berater der Bank gerne zur Verfügung.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.