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LGT Navigator: Der Risikofaktor Pandemie gewinnt wieder an Gewicht

22. November 2021

Eine deutliche Verschärfung der Pandemie angesichts einer massiven vierten Corona-Welle mit einer gleichzeitig ungenügenden Impfquote und auch steigender Covid-19-Fallzahlen in den USA verstärkt die Sorge vor erneut tiefgreifenden Einschränkungen, wie beispielsweise der ab heute geltende «Lockdown» in Österreich. An den Kapitalmärkten dürfte das schnell zunehmende Pandemierisiko für eine stärkere Risikoaversion der Anleger sorgen.

Der Risikofaktor Pandemie gewinnt wieder an Gewicht

In Asien starteten die Aktienmärkte ohne klar ersichtlichen Trend in die neue Woche. Am Freitag gingen auch die amerikanischen Aktienindizes ohne klare Richtung in das Wochenende. Während die Standardwerte weiterhin Mühe bekunden, lief es an der Technologiebörse Nasdaq besser. Der Dow Jones Industrial weitete die jüngsten Verluste aus und gab am Freitag um -0.75% auf 35'601.98 Punkte nach. Auf Wochensicht ergab dies einen Rückschlag von -1.38%. Der S&P 500 gab vor dem Wochenende um -0.14% auf 4'697.96 Zähler nach. An der Nasdaq setzte sich hingegen der positive Trend fort und die Indizes legten um rund ein halbes Prozent zu. Dabei erreichten Schwergewichte wie Apple, Microsoft oder Alphabet im Handelsverlauf sogar neue Rekordhöhen.

Neben der weiteren Entwicklung der nicht ausgestandenen Coronakrise stehen in dieser Woche wichtige Konjunkturdaten wie die Einkaufsmanagerumfragen (Dienstag), das Ifo-Geschäftsklima (Mittwoch) oder das Protokoll des letzten Zinsentscheids der US-Notenbank (Mittwochabend) im Fokus. Am Donnerstag bleiben die Finanzmärkte in den USA aufgrund des Thanksgiving-Feiertages geschlossen.

Wichtiger politischer Teilerfolg für US-Präsident Biden

Nach zähem Ringen im US-Repräsentantenhaus gab die grosse Kongresskammer mit einer knappen Mehrheit der Demokraten grünes Licht für das von US-Präsident Joe Biden initiierte USD 1.75 Billionen schwere Investitionspaket für Soziales und Klimaschutz. Ursprünglich hatte das Investitionsprogramm der Administration Biden ein Volumen von USD 3.5 Billionen. Das Paket muss nun aber noch in den Senat, wo sicherlich mit politischem Widerstand zu rechnen ist.

Japan beschliesst milliardenschweres Konjunkturpaket

Die Regierung von Ministerpräsident Fumio Kishida kündigte Konjunkturhilfen im Umfang von umgerechnet EUR 430 Milliarden an, um die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt aus der Coronakrise zu führen und wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Die erst seit kurzem im Amt weilende Regierung Kishidas sah sich nach einem neuerlichen Einbruch der Wirtschaftsleistung im dritten Quartal gezwungen zu handeln.  

EZB-Präsidentin Lagarde «zementiert» ihren Inflationsausblick

Die Europäische Zentralbank (EZB) werde den kräftigen Anstieg der Inflation nicht auf die leichte Schulter nehmen, jedoch dürfe die EZB angesichts des «vorübergehenden und angebotsbedingten Inflationsschocks» ihre Geldpolitik nicht vorzeitig straffen, bekräftigte Notenbankchefin Christine Lagarde. Damit wiederholte die oberste europäische Währungshüterin ihre Einschätzung und «zementiert» so quasi ihren Inflationsausblick. Der Anstieg der Teuerungsraten sei laut Lagarde unerwünscht und schmerzhaft und natürlich habe auch die EZB Bedenken, wie lange die Phase anhalten werde. Die EZB nehme die Besorgnis sehr ernst und beobachte die Entwicklungen sorgfältig. Aus heutiger Sicht werde die Inflation weitgehend durch die aussergewöhnlichen Umstände, die durch die Pandemie entstanden sind, in die Höhe getrieben. Daher müsse die Geldpolitik «geduldig und beharrlich bleiben», so die EZB-Präsidentin anlässlich eines Bankenkongress in Frankfurt.

Stärkster Anstieg der deutschen Erzeugerpreise seit 70 Jahren

In Deutschland sind die Preise bei den Produzenten im Oktober um +18.4% gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr gestiegen – der stärkste Anstieg seit 1951. Auch im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Erzeugerpreise kräftig um +3.8%. Allein die Energiepreise stiegen gegenüber September um rund +12% und auf Jahressicht um etwas +48%. Erdgas war rund +80% teurer als ein Jahr zuvor und Strom kostete knapp 50% mehr. Es ist davon auszugehen, dass die Unternehmen zumindest einen Teil der dadurch entstehenden Kosten an die Konsumenten weitergeben werden.

Wirtschaftskalender 22. November

MEZ Land Indikator Letzte Periode
09:30 GB IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Oktober) 54.1
10:00 DE Bundesbank-Monatsbericht 
14:30 USA Fed Chicago nationaler Aktivitätsindex (Oktober) -0.13
16:00 USA Verkäufe bestehender Häuser (Oktober, M/M) +7.0%
16:00 EZ Konsumentenstimmung (November)  -4.8

 

Unternehmenskalender 22. November

Land Unternehmen Periode
CH Julius Bär Q3 Umsatz
USA Zoom Video Communications Q3
USA Agilent Technologies Q4

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.