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LGT Navigator: EZB unter hohem Erwartungsdruck

11. September 2019

Angesichts fehlender Impulse seitens neuer Konjunkturindikatoren und der festgefahrenen Situation in Bezug auf den Handelskonflikt und den Brexit warten Anleger mit Hochspannung auf den in dieser Woche anstehenden Zinsentscheid der EZB.

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ist zwar seit Jahren expansiv, doch angesichts der spürbaren Konjunkturabschwächung in Europa und einer anhaltend geringen Inflation steht die Notenbank unter Druck, nochmals auf das monetäre Gaspedal zu treten. Laut Bloomberg soll es im EZB-Rat kurz vor dem Zinsentscheid am Donnerstag keine Einigkeit über den weiteren geldpolitischen Kurs geben. So soll der Ende Oktober aus dem Amt scheidende EZB-Präsident Mario Draghi bei den von ihm unterstützten, weitgehenden geldpolitischen Massnahmen, resp. einer potenziellen Neuauflage des Anleihekaufprogramms, auf internen Widerstand stossen. In den vergangenen Wochen hatten sich bereits eine Reihe von Notenbankmitgliedern verstärkt negativ hinsichtlich einer Neuauflage der Anleihekäufe geäussert. Zu den Kritikern zählen der deutsche Bundesbankpräsident Jens Weidmann, der niederländische Notenbankchef Klaas Knot oder auch Frankreichs Zentralbankchef Francois Villeroy de Galhau. Der Zinsentscheid der EZB am Donnerstag wird zeigen, ob die Erwartungen an den Kapitalmärkten zu hoch sind. Derzeit rechnen Analysten mit einer Kombination aus Zinssenkung, der Wiederaufnahme der Nettokäufe von Wertpapieren, der Einführung von Staffelzinsen für Banken und einer neuen «Forward Guidance» (dem Ausblick auf die Zinsentwicklung). An den Börsen herrscht aber nicht nur wegen der anstehenden Notenbankentscheide – nächste Woche folgen auf die EZB die Fed, die Bank of England und die SNB – Zurückhaltung, sondern auch aufgrund von Rezessionsängsten nach dem schwächer als erwartet ausgefallenem US-Arbeitsmarktbericht von vergangenem Freitag oder den stärksten Preissenkungen in der chinesischen Industrie seit drei Jahren vor dem Hintergrund des anhaltenden Handelsstreits mit den USA.

Apple präsentiert neue iPhones

Apple stellte gestern wie erwartet ein günstigeres iPhone und zwei weitere neue Modelle der Smartphone-Reihe vor. Zudem kündigte Apple an, seinen TV-Streamingdienst mit einer geringen Abonnentengebühr anzubieten. Das iPhone 11 ist mit einer Batterie ausgestattet, die eine Stunde länger halten soll. Das Fotografieren soll auch unter schlechten Lichtverhältnissen möglich werden und Videoaufnahmen sollen durch langes Betätigen des Kameraknopfs ausgelöst werden. Die Modelle gibt es in neuen Farben. Zudem senkte Apple den Preis des günstigsten Modells nun um USD 50 auf USD 699, während das Premium-Modell knapp USD 1'100 kostet.

IWF-Nachfolge – nur eine Kandidatin

Die bisherige Geschäftsführerin der Weltbank, die Bulgarin Kristalina Georgiewa (66), wird voraussichtlich Christine Lagarde an die Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) beerben. Georgiewa ist anscheinend die einzige Kandidatin, die sich für den IWF-Chefposten beworben hat. Bis spätestens Anfang Oktober soll die Entscheidung formell fallen. Traditionell hält ein/e Europäer/in den Chefposten beim IWF inne. Die bisherige IWF-Chefin Christine Lagarde wird im November Mario Draghi an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) ablösen.

Von der Leyens EU-Kommissionskabinett

Die künftige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will Margrethe Vestager als Wettbewerbskommissarin bestätigen. Die Dänin Vestager hatte sich in der letzten Legislatur der Kommission mit ihrem entschlossenen Vorgehen gegen amerikanische Digital-Konzerne einen Namen gemacht. Nun soll sie auch Schranken im digitalen Binnenmarkt abbauen, die Nutzung von Daten optimieren oder für die Cyber-Sicherheit verantwortlich zeichnen. Des Weiteren soll der frühere italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni zum EU-Wirtschaftskommissar ernannt werden. Der Ire Phil Hogan wird EU-Handelskommissar und der Sozialdemokrat Frans Timmermans für Klimaschutz zuständig sein. Insgesamt zählt die EU-Kommission 27 Mitglieder; 13 Frauen und 14 Männer. In den kommenden Wochen müssen alle Nominierten in den zuständigen Ausschüssen des Europaparlaments bestätigt werden.

Wirtschaftskalender 11. September

MEZ Land Indikator Aktuell
14:30 US Erzeugerpreise (M/M) +0.2%
14:30 US Erzeugerpreise (J/J) +1.7%
14:30 US Kern-Erzeugerpreise (J/J) +2.1%

Unternehmenskalender 12. September

Land Unternehmen Periode
CH KABA Holding J
US Kroger Q2

 

 

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 
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Konsumentenpreise (J/J)
MEZLandIndikatorAktuell09:15ESMarkit PMI52.109:45ITMarkit PMI50.109:50FRMarkit PMI51.709:55DEMarkit PMI51.410:00EUMarkit PMI51.510:30GBMarkit/CIPS PMI49.710:30EUSentix: Investorenvertrauen-5.815:45USMarkit PMI51.616:00USISM PMI: Dienstleistungen55.1