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LGT Navigator: Handelskonflikt und «Impeachment» bleiben im Fokus

2. Dezember 2019

In Asien eröffneten die Aktienbörsen den letzten Monat in diesem Jahr mit einem freundlichen Grundton und schlossen sich damit nicht den negativen Vorgaben vom Freitag an. In New York hatten die Börsenindizes an dem für die Retail-Branche ausschlaggebenden «Black Friday» leichte Verluste verzeichnet, nachdem vor dem Thanksgiving-Feiertag aber noch Rekordwerte markiert wurden. Im Zentrum steht weiterhin der Handelskonflikt sowie das laufende Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten.

US Politik Amtsenthebungsverfahren

US-Präsident Donald Trump wird den am Mittwoch beginnenden weiteren Anhörungen im laufenden Amtsenthebungsverfahren gegen ihn fernbleiben und damit der Aufforderung der Demokraten nicht Folge leisten. Auch die Anwälte des Präsidenten werden nicht teilnehmen. Sie verwiesen auf schwere verfahrensrechtliche Mängel. Das Weisse Haus wollte sich das Recht offenhalten, sich zu einem späteren Zeitpunkt am Prozess zu beteiligen. Am Mittwoch sollen vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses vier Verfassungsexperten angehört werden, und die Abgeordneten wollen über einen vom Geheimdienstausschuss vorbereiteten Bericht zu den Vorwürfen gegen Trump in der Ukraine-Affäre abstimmen. Dann muss der Justizausschuss etwaige Anklagepunkte vorbringen, bevor das Repräsentantenhaus darüber abstimmt, ob der Präsident des Amtes enthoben werden soll. Stimmt eine Mehrheit im Repräsentantenhaus dafür, kommt es im republikanisch kontrollierten Senat zu einem Prozess gegen Trump.

EZB-Direktoriumskandidaten unterstützen aktuelle EZB-Politik

Vor ihrer Anhörung im EU-Parlament am Dienstag haben die beiden Kandidaten für das EZB-Direktorium, Isabel Schnabel und Fabio Panetta, die lockere Geldpolitik der Euro-Notenbank verteidigt. Die deutsche Wirtschaftsweise Schnabel betonte, dass die Inflation im Euroraum nach wie vor nicht mit dem Ziel der EZB übereinstimme, weshalb eine konjunkturstützende Geldpolitik weiterhin nötig sei. Italiens Vize-Notenbankchef Panetta meinte, dass die Vorteile der EZB-Massnahmen einschliesslich der Negativzinsen zum gegenwärtigen Zeitpunkt immer noch  die Nebenwirkungen überwiegen. Es wird erwartet, dass beide Kandidaten am EU-Gipfel im Dezember formell ernannt werden. Heute wird zudem EZB-Präsidentin Lagarde dem Europäischen Parlament Rede und Antwort stehen.

Leicht höhere Inflation im Euroraum

Die Verbraucherpreise in den Euroländern sind im November um +1.0% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs und damit stärker gestiegen als erwartet. Ökonomen hatten damit gerechnet, dass die Teuerungsrate von +0.7% im Vormonat auf +0.9% anziehen würde. Angetrieben wurde der Preisauftrieb im November von um rund +2% höheren Preisen bei Lebensmitteln, Alkohol und Tabak. Mehr bezahlt wurde auch für Dienstleistungen, die sich im Schnitt um +1.9% verteuerten. Die Kerninflationsrate, unter Ausklammerung der vielfach schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel, kletterte von +1.1% im Oktober auf +1.3% im November (Konsens +1.2%).

Deutsche Arbeitslosenrate auf tiefstem Stand seit der Wiedervereinigung

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im November trotz der schwächelnden Wirtschaft überraschend deutlich zurückgegangen. Mit 2.18  als erwerbslos registrierte Personen sank die Zahl der Arbeitslosen um 24'000 gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote verharrte damit bei 4.8%. Die konjunkturelle Schwäche sei zwar am Arbeitsmarkt nach wie vor spürbar, kommentierte das Arbeitsministerium, jedoch würden Unternehmen einer aktuellen Studie des Münchener Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo zufolge ungeachtet der Konjunkturflaute wieder mehr Personal suchen. Dies gelte aber nicht für den Industriesektor, der nach wie vor unter den Unsicherheiten aufgrund des Handelskonflikts leide.

Anhaltend schwaches Wirtschaftswachstum in Italien

Italiens Bruttoinlandsprodukt expandierte im dritten Quartal um lediglich +0.1% zum Vorquartal. Damit blieb die Wachstumsrate über die drei vorangegangenen Quartale konstant schwach. Gestützt wird die drittgrösste Volkswirtschaft in der Eurozone vor allem durch die privaten Konsumausgaben. Währenddessen waren die Investitionen und die Exporte rückläufig. Für das laufende Jahr geht das italienische Wirtschaftsministerium von einem BIP-Wachstum von +0.2% oder leicht darüber aus.

 

Wirtschaftskalender 2. Dezember

MEZ Land Indikator Letzte Periode
09:15 SP Markit Einkaufsmanagerindex Industrie 46.8
09:30 CH Einkaufsmanagerindex Industrie 49.4
09:45 IT Markit Einkaufsmanagerindex Industrie 47.7
09:50 FR Markit Einkaufsmanagerindex Industrie 51.6
09:55 DE Markit Einkaufsmanagerindex Industrie 43.8
10:00 EZ Markit Einkaufsmanagerindex Industrie 46.6
10:30 GB Markit Einkaufsmanagerindex Industrie 48.3
15:45 US Markit Einkaufsmanagerindex Industrie 52.2
16:00 US ISM Einkaufsmanagerindex Industrie 48.3

Unternehmenskalender 5. Dezember

Land Unternehmen Periode
US Kroger Q3

 

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.