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LGT Navigator: Hoffnung auf Fortschritte im Handelsstreit treibt die Börsen an

5. November 2019

Die Aktienbörsen legten zum Wochenstart kräftig zu. Die Hoffnung auf eine baldige, zumindest vorläufige Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China sorgte an der Wall Street für eine weitere Rekordjagd. Auch in Europa trieben Zeichen der Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und Europa die Indizes höher, wobei insbesondere europäische Autowerte profitierten.

Handelskonflikt

Entspannungsanzeichen im US-europäischen Handelskonflikt trieben die Börsenindizes insbesondere in Europa an und liessen den EuroStoxx 50 auf das höchste Niveau seit Anfang 2018 steigen. Zuvor hatte der amerikanische Handelsminister Wilbur Ross Hoffnungen Nahrung verliehen, wonach die Strafzölle auf Autoimporte aus Europa vermeidbar seien. Die Aussagen von Ross trieben die Autowerte europaweit an und der Branchenindex legte um mehr als +3% zu.

Sentix-Umfrage – Investoren wieder optimistischer

Den neusten Umfrageergebnissen der Finanzmarktforschungsfirma Sentix zufolge hat sich die Stimmung unter Anlegern wieder verbessert. Das Konjunkturbarometer für November stieg zum Vormonat um 12.3 auf minus 4.5 Punkte. Analysten hatten hingegen eine nur geringfügige Verbesserung auf minus 13.8 Zähler erwartet. Mut macht vor allem die deutliche Aufhellung der Erwartungshaltung der mehr als 1'000 befragten Anlegern und Analysten. So kletterte der Index für die Beurteilung der Aussichten für die Eurozone auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr. Zur positiven Entwicklung hätten mehrere Faktoren beigetragen, wie etwa die erneute Lockerung der Geldpolitik durch die EZB oder die Erwartung fiskalischer Unterstützung durch höhere Staatsausgaben.

Anhaltende Kontraktion in Europas Industriesektor

Die Industrie im Euroraum steckte laut dem Marktforschungsinstitut IHS Markit auch im Oktober in der tiefsten Krise seit sieben Jahren. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Sektor verbesserte sich zwar leicht von 45.7 auf 45.9 Zähler, verharrt damit aber klar unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die Industrie dürfte das BIP auch im vierten Quartal erheblich belasten, kommentierte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson. Heute wird IHS Markit auch die zusammengefassten Einkaufsmanagerindizes (PMI Composite), die den Industrie- und Dienstleistungssektor umfassen, veröffentlichen.

Dienstantritt Lagards in Frankfurt

Christine Lagarde trat gestern ihren Dienst als neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt an. Bereits am Donnerstag wird die ehemalige IWF-Chefin an der Sitzung der Euro-Finanzminister in Brüssel teilnehmen. Lagarde dürfte die Politik ihres Amtsvorgängers Mario Draghi zunächst fortsetzen. Sie wird aber gleichzeitig versuchen müssen, die Spannungen innerhalb des Spitzengremiums der Zentralbank zu entschärfen. Ihre erste EZB-Ratssitzung wird Lagarde dann am 12. Dezember leiten und anschliessen den geldpolitischen Beschluss kommunizieren.

Asean-Gipfel will Freihandelspakt 2020 unterzeichnen

Das Treffen der Staats- und Regierungschefs der südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) in Thailand endete gestern mit der Ankündigung eines Freihandelspakts, der rund ein Drittel des Welthandels einschliessen soll. Neben China und den zehn Asean-Staaten Indonesien, Malaysia, Thailand, die Philippinen, Vietnam, Myanmar, Brunei, Laos, Kambodscha und Singapur wollen auch Japan, Indien, Südkorea, Australien, Neuseeland dem Freihandelsabkommen beitreten. Der sogenannte RCEP-Vertrag (Regional Comprehensive Economic Partnership) soll aber erst nächstes Jahr unterschriftsreif sein, da Indien sich noch nicht zum Abkommen verpflichten wollte. Normalerweise hätte auch US-Präsident Donald Trump den Asean-Gipfel besucht, jedoch hatte er kurz nach seinem Amtsantritt das bereits fertig ausgehandelte Abkommen für eine Transpazifische Partnerschaft (TPP) aufgekündigt. Zudem forcierte der Handelskonflikt zwischen den USA und China die Bestrebungen Chinas und der Asean, ein Freihandelsabkommen zu schaffen.

Under Armour-Aktie unter Druck

Der US-Sportbekleidungsherstellers Under Armour sieht sich Medienberichten zufolge mit Untersuchungen der US-Börsenaufsicht und des Justizministeriums in Bezug auf die Buchhaltungspraktiken des Unternehmens konfrontiert. Obwohl die Geschäftszahlen zum dritten Quartal positiv überraschten, brach die Aktie an der New Yorker Börse um bis zu -20% ein.

 

Wirtschaftskalender 5. November

MEZ Land Indikator Aktuell
02:45 CN Caixin PMI Composite 51.9
10:30 GB Markit Einkaufsmanagerindex Composite 49.3
14:30 US Handelsbilanz -USD 54.9 Mrd.
15:45 US Markit Einkaufsmanagerindex Composite 51.2
16:00 US ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleister 52.6

Unternehmenskalender 5. November

Land Unternehmen Periode
SZ Adecco Q3
SZ Dufry Q3
SZ Oerlikon Q3
DE Hugo Boss Q3
SP Telefonica Q3
US Marriott International Q3

 

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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