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LGT Navigator: Impulsgetriebenes Börsenumfeld

26. Oktober 2021

Während die Unternehmensberichtsaison voll ins Rollen kommt und Anlegern neue Impulse liefert, bleibt die Börsenstimmung nach wie vor durch Konjunktur- und Inflationsängste belastet. Die Probleme in den globalen Lieferketten trüben das Geschäftsumfeld der Unternehmen, wie die neusten Umfrageresultate des Ifo zeigten. In Washington kämpfen die Demokraten unterdessen für die Einführung einer US-Vermögenssteuer, um den Ausbau der sozialen Sicherung und die Bekämpfung des Klimawandels zu finanzieren. Ins Zentrum rücken nun auch die geldpolitischen Sitzungen der EZB und der Bank of Japan am Donnerstag.

Impulsgetriebenes Börsenumfeld

Europas Aktienmärkte kamen zum Wochenstart nicht richtig vom Fleck, belastet durch die anhaltenden Inflationssorgen und steigende Covid-19-Risiken. In New York setzten der Dow und der breite S&P 500 hingegen nach einem zunächst schwachen Start ihre Rekordjagd fort. Der Dow Jones Industrial schloss +0.18% höher bei 35'741.15 Punkten und der S&P 500 ging am Tagesende mit einem Plus von +0.5% bei 4'566.48 Zählern aus dem Rennen. Noch besser lief es an der Technologiebörse Nasdaq, wo die Indizes Tagesgewinne von rund einem Prozent verbuchten.

Facebook lieferte nach Börsenschluss ein solides Quartalsergebnis. Das Werbegeschäft des weltgrössten Online-Netzwerks lief auch in der Krise auf Hochtouren. Im Q3 stiegen die Anzeigenerlöse im Jahresvergleich um rund +30% auf USD 28.3 Milliarden. Während der Umsatz unter den Markterwartungen lag, übertraf Facebook die Gewinnprognosen. Mit Spannung werden im Laufe der Woche nun weitere Ergebnisse grosser Tech-Werte erwartet: heute von Microsoft, Twitter und Alphabet und im späteren Wochenverlauf von Apple und Amazon.

US-Demokraten wollen Steuerpläne vorlegen

Die Demokraten in Washington wollen bereits bis Ende dieser Woche ihr Fiskalpaket «Build Back Better Plan» vorlegen. US-Präsident Joe Biden scheint unterdessen bereit zu sein, auf eine Erhöhung der Körperschaftssteuer und auch auf höhere Einkommens- und Kapitalertragssteuersätze zur Gegenfinanzierung des billionenschweren Pakets zu verzichten. Die Steuerbelastungen für amerikanische Unternehmen könnte aber durch eine Anhebung der Abgaben auf Gewinne aus dem Ausland (GILTI), eine Mindeststeuer von 15% oder eine Abgabe auf Aktienrückkäufe trotzdem steigen.

Sand im Getriebe der deutschen Wirtschaft

Die monatliche Umfrage des Münchener Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo verdeutlicht, wie sehr die Unternehmen derzeit unter den Problemen in den globalen Lieferketten und der Beschaffung von Materialien zu kämpfen haben. Das Geschäftsklimabarometer fiel stärker als von Analysten erwartet von 98.9 auf 97.7 Punkte zurück und verbuchte damit im Oktober den vierten Rückgang in Folge. Eingetrübt haben sich vor allem die Geschäftserwartungen. Der entsprechende Subindex fiel auf den niedrigsten Stand seit Februar. «Sand im Getriebe der deutschen Wirtschaft hemmt die Erholung», kommentierte das Ifo die aktuellen Umfrageergebnisse.

Bundesbank rechnet im Schlussquartal mit Konjunkturabschwächung

Die deutsche Wirtschaft dürfte nach Einschätzung der Zentralbank im dritten Quartal stärker gewachsen sein als im Q2 (+1.6%), jedoch im vierten Quartal deutlich an Schwung verlieren. In ihrem gestern publizierten Monatsbericht geht die Bundesbank zudem zumindest bis ins kommende Jahr von weiter steigenden Inflationsraten aus.

 

Wirtschaftskalender 26. Oktober

MEZ Land Indikator Letzte Periode
15:00 USA S&P/CaseShiller Häuserpreise 20 grössten Städte (August, J/J) +19.9%
16:00 USA Verbrauchervertrauen (Oktober)  109.3
16:00 USA Verkäufe neuer Häuser (September, M/M) +1.5%

 

Unternehmenskalender 26. Oktober

Land Unternehmen Periode
CH UBS Q3 
CH Novartis Q3 
CH Logitech Q3 
CH Bucher Q3
CH SIG Combibloc Q3
NL KPN Q3
GB Reckitt Benckiser Q3
USA Alphabet Q3
USA Microsoft Q3
USA Twitter Q3
USA Visa Q3
USA Texas Instruments Q3
USA Eli Lilly Q3
USA 3M Q3
USA General Electric Q3
USA UPS Q3

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.