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LGT Navigator: IWF prognostiziert weltweite Wachstumsdelle

9. Oktober 2019

Angesichts der anhaltenden Handelskonflikte erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) dieses Jahr weltweit ein niedrigeres Wirtschaftswachstum. Die Welt befinde sich in einer Phase der «gleichzeitigen Abschwächung», sagte die neue IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Dienstag in Washington. In diesem Jahr erwarte der IWF «langsameres Wachstum in fast 90% der Welt».

Es sei mit dem schwächsten Wachstum seit Beginn des Jahrzehnts zu rechnen, sagte Georgiewa laut Redeprotokoll. Der IWF werde seine offiziellen Prognosen für 2019 und 2020 daher in der nächsten Woche nach unten korrigieren. Aus einer IWF-Prognose geht hervor, dass wegen des Handelskonflikts zwischen den USA und China die globale Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr um bis zu 700 Milliarden US-Dollar (oder etwa 0.8% des globalen Bruttoinlandsprodukts) sinken könnte, was etwa der Größe der gesamten Schweizer Wirtschaft entspräche. Und sollte sich die Weltwirtschaft noch stärker als bislang erwartet abschwächen, dann könnte auch eine koordinierte Antwort der Fiskalpolitik nötig werden, sagte Georgiewa. «Unsere Forschung zeigt, dass Ausgabensteigerungen effektiver sind und einen Multiplikatoreffekt haben, wenn die Länder gemeinsam handeln.»

US-Erzeugerpreise steigen deutlich schwächer als erwartet

In den USA sind die Erzeugerpreise im September unerwartet wenig gestiegen, was einen Rückschlag für die Hoffnungen der Federal Reserve bedeutet, ihr Inflationsziel in den kommenden Quartalen zu erreichen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten sie um 1.4% zu, wie das US-Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Dies ist die niedrigste Rate seit November 2016. Analysten hatten im Mittel einen Zuwachs um 1.8% erwartet. Im Vormonat hatte die Rate ebenfalls 1.8% betragen. Derweil hat die US-Notenbank erneut frisches Geld in das Finanzsystem gepumpt. Über Repo-Geschäfte wurden den Banken insgesamt USD 76,35 Mrd. zur Verfügung gestellt, um Engpässen im Geldmarkt entgegen zu wirken.

US-Regierung erhöht Druck auf China

Kurz vor den morgen beginnenden Handelsgesprächen in Washington scheint die US-Regierung den Druck auf China erhöhen zu wollen, indem sie gestern acht Technologieriesen Chinas auf eine «Schwarze Liste» setzte. Demnach können die betroffenen Unternehmen nur mit Genehmigung der US-Behörden Geschäfte mit amerikanischen Firmen tätigen. Die US-Regierung sanktioniert damit angebliche Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Unternehmen gegenüber muslimischen Minderheiten in Westchina. Die chinesische Führung kritisierte die Entscheidung der USA scharf. «Wir fordern die USA dringend auf, die Fehler unverzüglich zu korrigieren und die entsprechenden Entscheidungen zurückzunehmen», sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums am Dienstag. Er kündigte entschlossenen Widerstand der chinesischen Seite an.

Türkische Börse von Trump-Drohung moderat belastet - Lira stützt

Nach der gestrigen Verbalattacke von US-Präsident Donald Trump via Kurznachrichtendienst Twitter in Richtung der Türkei, zeigte sich die Börse in Istanbul zeigt zunächst nur moderat beeindruckt. Der Index BIST 30 verlor im Frühhandel am Dienstag 0,8% auf 126.251 Punkte. Der nur verhaltene Rückgang dürfte auch der Lira zu verdanken sein, denn sie wertete bereits am Vortag massiv ab, um insgesamt über 2,5%. Eine billigere Lira sollte die Exportindustrie des Landes unterstützen.

Johnson und Merkel halten Brexit-Abkommen für «äusserst unwahrscheinlich»

Im Streit um einen Brexit in drei Wochen hat die britische Regierung den Ton verschärft und der EU die Schuld für ein mögliches Scheitern der Gespräche gegeben. Ein Brexit-Abkommen mit der EU sei sehr unwahrscheinlich sagten nach einem Telefonat gestern sowohl Premierminister Boris Johnson als angeblich auch Kanzlerin Angela Merkel, die sich für einen dauerhaften Verbleib Nordirlands in der Europäischen Zollunion und dem Binnenmarkt ausgesprochen haben soll. EU-Ratspräsident Donald Tusk kritisierte Johnsons Verhandlungstaktik. Es gehe nicht darum, ein «dummes Schwarzer-Peter-Spiel» zu gewinnen, twitterte Tusk an Johnson gerichtet. Es gehe um die Zukunft Europas und Großbritanniens, um die Sicherheit und die Interessen der Menschen. Das Pfund Sterling gab prompt ein halbes Prozent nach. Eine dramatischere Marktreaktion blieb aus, da Berlin die Aussagen Merkels nicht bestätigte. Schliesslich könnte Johnson durch den «Benn Act» immer noch gezwungen sein, bei Nichteinigung am 19. Oktober einen Verlängerungsantrag zu stellen. Sollte dies tatsächlich – wenn auch unter gegenseitigen Schuldzuweisungen – geschehen, sollte das Pfund durchatmen können.

Wirtschaftskalender 9. Oktober

MEZ Land Indikator Aktuell
08:30 FR BdF Geschäftsklima 98.66

Unternehmenskalender 15. Oktober

Land Unternehmen Periode
US Citigroup Q3
US Goldman Sachs Q3
US Johnson & Johnson Q3
US JPMorgan Chase Q3

 

 

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 
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