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LGT Navigator: Konsolidierung nach Rekordjagd

7. November 2019

Die Aktienanleger scheinen nach der Rekordjagd der letzten Tage erstmal eine Verschnaufpause eingelegt zu haben. Beim Warten auf eine Teileinigung zwischen den Handelskonfliktparteien fehlen neue Impulse, weshalb die Börsen in den Konsolidierungsmodus schalteten. Im Fokus steht heute auch die Bank of England, die aber aufgrund des immer noch bevorstehenden Brexits weiter der Dinge harren dürfte, die da kommen.

Aktienmärkte

Im Handelsstreit zwischen den USA und China müssen sich die Finanzmärkte wohl noch in Geduld üben. Neusten Medienberichten zufolge könnte es noch bis Dezember dauern, bis ein Teilabkommen unterschriftsreif ist. Derzeit werde über Ort und Bedingungen für ein Treffen zwischen US-Präsidenten Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping verhandelt. In einer sogenannten Phase 1 sollen unter anderem die Themen geistiges Eigentum, Währungsfragen und Finanzdienstleistungen geklärt werden.

Die britische Notenbank dürfte heute um 13:00 (MEZ) ihren Leitzins unverändert bei +0.75% belassen. Vor dem Hintergrund des nach wie vor unsicheren Ausgangs des Brexits muss Notenbankchef Mark Carney sein Pulver wohl noch trocken halten, um gegebenenfalls reagieren zu können, sollte es trotz eines geregelten Ausstritts des Königreichs aus der EU zu Turbulenzen kommen. Carney betonte jüngst aber auch, dass ein geregelter Brexit nicht notwendigerweise eine Zinserhöhung zufolge habe.

Siemens verspricht höhere Dividende

Der Münchner Technologiekonzern wies für das Ende September abgeschlossene Bilanzjahr ein zum Vorjahr leicht höheres operatives Ergebnis von EUR 9 Mrd. aus. Der Auftragseingang nahm um +7% auf EUR 98 Mrd. zu und der Umsatz stieg um +5% auf EUR 86.8 Mrd. Der Nettogewinn ging jedoch trotz einer deutlich geringeren Steuerlast um -8% auf EUR 5.6 Mrd. zurück. Die Siemens-Aktionäre sollen eine um zehn Cent auf EUR 3.90 erhöhte Dividende erhalten. CEO Joe Kaeser zeigte sich optimistisch und meinte, dass sich die Abschwächung der Weltwirtschaft im Lauf des Geschäftsjahres deutlich beschleunigt habe.

Deutsche Telekom erhöht Gewinnprognose

Die Deutsche Telekom profitierte im Q3 vom gut laufenden US-Geschäft sowie von Zukäufen. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um +4.8% auf EUR 20 Mrd. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda AL) legte wie grob erwartet um +5.4% auf EUR 6.5 Mrd. zu. Im Ausblick geht die Konzernspitze verglichen mit den zuvor in Aussicht gestellten EUR 23.9 Mrd nun von einem Ebitda-Ergebnis von EUR 24.1 Mrd. aus. Zudem stellt die Telekom in den kommenden Jahren nun eine Mindestdividende von 60 Cent je Aktie in Aussicht. Bisher war die Guidance am unteren Rand von 50 Cent. Damit wolle die Telekom Unsicherheiten um den geplanten Zusammenschluss der US-Tochter T-Mobile mit ihrem Rivalen Sprint beseitigen.

Produktivität in den USA erstmals seit knapp vier Jahren gesunken

Die Produktivität der amerikanischen Wirtschaft ist im dritten Quartal erstmals seit dem Schlussquartal 2015 gesunken. Auf das Jahr hochgerechnet ging die Produktivitätsrate um -0.3% zurück. Ökonomen waren von einem Zuwachs um +0.9% ausgegangen. Gleichzeitig stiegen die Lohnstückkosten mit einer annualisierten Rate von +3.6% stärker als erwartet.

Währungsfonds korrigiert Wachstumsprognose für Euroraum

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in der Eurozone im laufenden Jahr weniger stark ausfallen wird als bisher angenommen. Prognostiziert wird nun eine Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts von +1.2% (zuvor +1.3%). Hintergrund der Korrektur sind die Schwächezeichen aus Deutschland. Hier rechnet der IWF noch mit einem BIP-Wachstum von +0.5% statt der bisher prognostizierten +0.8%. Um einer zunehmenden Konjunkturschwäche entgegenzuwirken, fordert der Währungsfonds von den Regierungen der Euroländer eine «synchronisierte fiskalische Reaktion». Zudem warnt der IWF, dass die durch den Handelskonflikt verschärfte Schwäche im Industriesektor auf den Dienstleistungssektor übergreifen könnte.

Rekordtiefe Zinsen in Thailand

Thailands Notenbank hat ihre Geldpolitik weiter gelockert und ihren Leitzins um weitere 25 Basispunkte auf 1.25% gesenkt. Damit notiert das offizielle Zinsniveau auf einem Rekordtief, das zuletzt nach der globalen Finanzkrise erreicht worden war. An den Kapitalmärkten wurde der bereits zweite Zinsschritt im laufenden Jahr mehrheitlich erwartet. Auch die thailändische Wirtschaft bekommt einerseits die Auswirkungen des Handelskonflikts und den in der Folge getrübten Ausblick für die Weltwirtschaft zu spüren, und leidet andererseits auch unter einer starken Heimwährung. Da die Inflation niedrig ist, hat die Zentralbank noch geldpolitischen Spielraum.

 

Wirtschaftskalender 7. November

MEZ Land Indikator Aktuell
08:00 DE Industrieproduktion (J/J) -4.0%
13:00 GB Bank of England Zinsentscheid +0.75%

Unternehmenskalender 7. November

Land Unternehmen Periode
DE Siemens J
DE Deutsche Telekom Q3
DE Münchener Rückversicherung Q3
DE Lufthansa Q3
FR Veolia Enironnement Q3
FR GDF Suez Q3
IT Telecom Italia Q3
US Walt Disney Q3

 

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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