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LGT Navigator: Nährstoff für Aktienbörsen

29. März 2021

Positive Konjunkturdaten aus den USA und Deutschland, Bidens Pläne für ein Infrastrukturprogramm, die Hoffnung auf eine schneller fortschreitende Covid-19-Impfkampagne sowie die Beendigung der Blockade im Suezkanal dürften an den Aktienbörsen für einen positiven Wochenbeginn sorgen.

Nährstoff für Aktienbörsen

In Asien folgten die meisten Aktienindizes am Montag den positiven Vorgaben aus Übersee und verbuchen zum Wochenstart in der Mehrheit zumindest moderate Gewinne. An der New Yorker Börse hatten die Indizes nach einer durchwachsenen Woche am Freitag kräftig zugelegt. Der Dow Jones Industrial schloss +1.39% höher bei 33'072.88 Punkten, womit der Leitindex nur knapp unter dem wenige Tage vorher aufgestellten Rekordwerte von 33’227 Zählern notiert. Der marktbreite S&P 500 ging zum Ende der letzten Woche mit einem Tagesgewinn von +1.66% bei 3'974.54 Punkten aus dem Handel und der Tech-Index Nasdaq 100 stieg nach den moderaten Vortagsverlusten um +1.55% auf 12'979.12 Zähler.

Positiv wirkten u.a. das solide US-Konsumentenvertrauen sowie die Pläne von US-Präsident Joe Biden für ein Infrastrukturprogramm. Biden soll noch in dieser Woche seine Pläne für Infrastrukturausgaben vorstellen, die die Erholung der US-Wirtschaft von der Coronkrise nochmals verstärken könnten. Die Aussicht auf ein stärkeres Wirtschaftswachstum hat aber auch erneut Spekulationen über eine schneller steigende Inflation beflügelt und die Preise für Staatsanleihen belastet. In der Folge notiert die Rendite zehnjähriger US-Treasuries zu Wochenbeginn bei 1.66% nur unweit des jüngst erreichten 13-Monats-Hoch von 1.754%. Einen positiven Impuls dürfte auch die gelungene Freilegung des Container-Frachters im Suezkanal liefern, die den Weg für einen reibungslosen Welthandel und für einen Rückgang der Ölpreise wieder freigibt.

Corona-Hilfspakete und fortschreitende Impfungen heben die Laune der Amerikaner

Die neusten Umfrageergebnisse der Universität von Michigan zeigten eine zuversichtlichere Einschätzung der befragten Privathaushalte. Der Stimmungsindikator kletterte im März um 8.1 auf 84.9 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit einem Jahr. Verbessert haben sich dabei sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage (März 79.7 nach 70.7 im Februar) als auch des Ausblicks (91.5 nach 86.2). Die Inflationserwartungen der Konsumenten für die nächsten zwölf Monate verringerten sich im Vergleich zum Vormonat von 3.3% auf 3.1%. Für die nächsten fünf Jahre legten sie von 2.7% auf 2.8% zu.

Deutsche Unternehmer laut Ifo trotz anhaltender Coronakrise guter Stimmung

In Deutschland hat sich die Stimmung der vom Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo befragten Firmen im März dank eines wieder grösstenteils florierenden Welthandels deutlich aufgehellt. Das wohl meistbeachtete deutsche Konjunkturbarometer kletterte von 92.7 Punkten im Februar auf 96.6 Zähler und erreichte damit den höchsten Wert seit Juni 2019. Die deutsche Wirtschaft starte trotz steigender Covid-19-Infektionszahlen zuversichtlich in den Frühling und der Optimismus mit Blick auf die kommenden Monate sei zurückgekehrt, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Das Ifo befragt jeden Monat an die 9'000 Unternehmen nach ihren Einschätzungen der aktuellen Lage sowie dem Ausblick auf die nächsten Monate.

Auch in Italien verbesserte sich die Stimmungslage der Unternehmen im März. Das vom Statistikamt Istat in Rom monatlich erstellte Geschäftsklimabarometer stieg von 93.3 auf 93.9 Punkte an. Während sich die Firmen zuversichtlicher zeigen, drücken die erneuten «Lockdowns» auf das Vertrauen der Verbraucher. Der Konsumentenstimmungsindikator trübte sich von 101.4 im Vormonat auf 100.9 Punkte ein.

Spaniens Wirtschaft schafft im Schlussquartal 2020 leichtes Wachstum

In Spanien meldete die Statistikbehörde INE ein Miniwachstum von +0.4% im vierten Quartal des letzten Jahres. Wie praktisch alle europäischen Volkswirtschaften verlor auch die spanische Wirtschaft nach der fulminanten Erholung im dritten Quartal (+16.4%) angesichts der wieder ausgeweiteten Beschränkungen des öffentlichen Lebens massiv an Schwung. Wie stark die Corona-Delle ist zeigt auch der Vergleich der Wirtschaftsleistung gegenüber der Vorjahresperiode. Auf Jahressicht sank das spanische BIP im Q4 2020 um knapp -9%.

 

Wirtschaftskalender 29. März 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
10:00 EZ Geschäftsklima (März) -0.14
10:00 DE Gemeinsame Konjunkturprognose Ifo, Istat & KOF

 

Unternehmenskalender 30. März

Land Unternehmen Periode
DE BioNTech Q4
FR Total  Ausblick & Strategie
KAN Blackberry Q4

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.