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LGT Navigator: Pattsituation

9. Juni 2021

Das Börsenumfeld bleibt grundsätzlich freundlich, jedoch drücken die anhaltenden Inflations- und Zinssorgen sowie auch die hohen Bewertungen auf die Risikobereitschaft der Investoren. In der Folge bewegten sich die Indizes an der Wall Street am Dienstag seitwärts und die Anleger scheinen auf neue Impulse zu warten. Mit Spannung werden am Donnerstag bereits die neusten Inflationsdaten aus den USA sowie der Zinsentscheid der EZB erwartet.

Kurzfristige Pattsituation an den Börsen

Der Dow Jones Industrial schloss gestern praktisch unverändert bei 34'599.82 Punkten (-0.09%), notiert damit aber nur unweit des vor etwa einem Monat erreichten Rekordhochs bei 35’092 Zählern. Seitwärts war auch die Devise beim S&P 500, der am Dienstag bei 4’227.26 Punkten (+0.02%) aus dem Handel ging. An der Technologiebörse Nasdaq fehlten ebenfalls die Impulse und so blieb die Tagesbilanz beim Nasdaq 100 bei 13'810.86 Punkten (+0.06%) ebenfalls «flat».Auch an den asiatischen Aktienbörsen war am Mittwochmorgen kein Trend auszumachen. In Tokio notiert der 225 Werte umfassende Nikkei-Index -0.3% tiefer bei 28’876 Punkten und in Hongkong handelt der Hang Seng-Index ebenfalls leicht tiefer bei 28’750 Zählern (-0.1%). Auf dem chinesischen Festland legte der Shanghai Composite hingegen leicht um +0.2% auf 3’588 Punkte zu. Die Futures geben auch für Europas Aktienindizes heute bisher keine klare Richtung vor. 

Chinas Erzeugerpreise mit stärkstem Anstieg seit 13 Jahren

In China sind die Preise auf Produzentenebene im Mai um +6.8% gegenüber dem Vorjahr so kräftig gestiegen wie seit 2008 nicht mehr. Vor allem die zuletzt stark gestiegenen Preise für Öl, Eisenerz und andere Metalle trieben die Erzeugerpreise nach oben. Diese Preissteigerungen könnten zeitverzögert an die Konsumenten weitergegeben werden. Bisher blieb die Verbraucherpreiseinflation in der Volksrepublik aber mit einer Jahresteuerungsrate von +1.3% moderat.

Weltbank erhöht globale Wachstumsprognose

Die in Washington ansässige Weltbank zeigt sich in ihrer gestern veröffentlichten Prognose für die Weltwirtschaft leicht optimistischer. Im laufenden Jahr wird nun mit einer globalen Wachstumsrate von +5.6% gerechnet. Die aktuelle Prognose ist damit 1.5 Prozentpunkte höher als noch zu Jahresbeginn und stellt die stärkste Konjunkturerholung von einer Rezession seit 1940 in Aussicht. Profitieren sollte die Weltwirtschaft laut Weltbank insbesondere von den US-Konjunkturausgaben und dem schnelleren Wachstum in China. Risiken sieht die Behörde vor allem durch die «sehr ungleiche» Verteilung der Covid-19-Impfstoffe.

Euro-Wirtschaft: Rückschlag im ersten Quartal deutlich geringer als befürchtet

Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone ist in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um -0.3% gegenüber dem Vorquartal gesunken. Damit war der Rückgang aber nur halb so stark wie in einer ersten Schätzung angenommen. Da das Bruttoinlandsprodukt aber bereits im Schlussquartal 2020 um revidiert -0.6% (vorherige Berechnung -0.7%) geschrumpft ist, sprechen Ökonomen von einer Rezession.

Globale Lieferkettenprobleme lassen US-Handelsdefizit schrumpfen

Das Handelsdefizit der USA ist im April wegen schwächeren Importen angesichts der verstärkten Probleme in den weltweiten Lieferketten von einem Rekordhoch von USD 75.03 Mrd. im März auf USD 68.9 Mrd. im April gesunken. Die Einfuhren gingen um -1.4% zurück, während die Ausfuhren um +1.1% zunahmen. Unternehmen klagen weltweit über Schwierigkeiten, die vor dem Hintergrund der Konjunkturerholung verstärkte Nachfrage zu befriedigen.

Wirtschaftskalender 9. Juni 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Exporte (April, M/M) +1.2%
08:00 DE Importe (April, M/M) +6.5%

 

Unternehmenskalender 9. Juni

Land Unternehmen Periode
AUT Voestalpine J

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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