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LGT Navigator: US-Arbeitsmarkt bleibt solide und stützt Fed-Politik

4. November 2019

Der Jobmotor der US-Wirtschaft brummt nach wie vor und der unter dem Handelskonflikt besonders leidende amerikanische Industriesektor zeigte Anzeichen einer Stabilisierung. Die Fed dürfte sich damit trotz der anhaltenden Kritik des US-Präsidenten bestätigt sehen. Zudem signalisierte die US-Regierung Optimismus in Sachen Handelsstreit. In der Folge erklommen die Indizes an der Wall Street teilweise neue Rekordhochs. In Asien folgten die Börsen den positiven Vorlagen, wobei in Tokio wegen eines Feiertages nicht gehandelt wurde.

Wall Street

In der US-Wirtschaft entstanden im Oktober mehr neue Jobs als von Ökonomen erwartet. Die Beschäftigung nahm im Vergleich zum Vormonat um +128 000 Stellen zu und ist damit kräftiger ausgefallen als die Konsensprognose mit +85 000 in Aussicht stellte. Zudem entstanden im Vormonat mit revidiert +180 000 neu geschaffenen Jobs deutlich mehr Stellen als ursprünglich mit +136 000 geschätzt. Die in einer separaten Studie ermittelte Arbeitslosenrate kletterte von 3.5% – dem tiefsten Stand seit 50 Jahren – auf 3.6%. Ein weiteres positives Zeichen setzte der viel beachtete ISM-Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor. Mit 48.3 Punkten bleibt das Barometer zwar klar unter der Fünfziger-Schwelle, ab der ein Wachstum des Sektors signalisiert wird, jedoch verbesserte sich der PMI zumindest von dem im Vormonat notierten Zehnjahrestiefstniveau von 47.8 Zählern. US-Zentralbankchef Jerome Powell dürfte sich angesichts der nach wie vor soliden US-Arbeitsmarktdaten in ihrer in der vergangenen Woche angekündigten Zinspause bekräftigt sehen.

Trump fordert Negativzinsen

US-Präsident Donald Trump attackierte einmal mehr Notenbankchef Powell und unterstellte der Fed, die USA im Wettbewerb mit anderen grossen Wirtschaftsmächten zu benachteiligen. Trump twitterte, dass die USA tiefere Zinsen als Deutschland, Japan und alle anderen haben sollte. China sei nicht das Problem, sondern die Fed. Trump hatte bereits mehrfach drastischere Zinssenkungen gefordert, um die heimische Wirtschaft anzutreiben. Erst letzte Woche hatte die Fed ihren Leitzins zum dritten Mal in Folge auf eine Spanne von 1.5% bis 1.75% gesenkt.

Washington signalisiert Optimismus in Handelsgesprächen

Larry Kudlow, oberster Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, sieht gute Chancen auf eine Einigung im Handelsstreit mit China. Nach den Gesprächen sei er “sehr optimistisch”. Beim Thema der landwirtschaftlichen Erzeugnisse seien sich die Konfliktparteien nahezu einig und bei den Dossiers Finanzdienstleistungen und Währungen seien Fortschritte erzielt worden. Auch im Streitfall um geistiges Eigentum verliefen die Verhandlungen positiv, jedoch gebe es hier noch keinen Konsens, bestätigte Kudlow.

Fokus der Bilanzsaison schwenkt nach Europa

Nachdem die meisten amerikanischen Börsenschwergewichte ihre Quartalsberichte vorgelegt haben, nimmt in dieser Woche nun die Unternehmensberichtssaison in Europa Fahrt auf, namentlich beispielsweise mit Quartalsergebnissen von Adecco und Oerlikon am Dienstag, Adidas und BMW am Mittwoch, Siemens und Deutsche Telekom am Donnerstag und mit Richemont und Allianz am Freitag. Im Zentrum des Geschehens steht auch die Ankündigung des antizipierten Börsendebuts des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco. Das IPO soll im Dezember über die Bühne gehen. Die Bewertung wird zwischen USD 1.6 Billionen und USD 2.3 Billionen erwartet.

SNB schon bald unter Zugzwang?

SNB-Präsident Thomas Jordan meinte, dass die Notenbank mit ihren Negativzinsen sicherstellen müsse, dass die Zinsdifferenz gegenüber dem Ausland nicht zu stark erodiere – dies vor allem vor dem Hintergrund der von der EZB wieder eingeläuteten geldpolitischen Lockerung und der Zinssenkungen durch die Fed. Eine weitere Verengung der Zinsdifferenz würde den Aufwertungsdruck auf den Franken erhöhen und das Wirtschaftswachstum schwächen, kommentierte Jordan. Sollte die EZB ihren Lockerungskurs noch verschärfen, dürfte die SNB damit unter Druck geraten, das Leitzinsniveau (derzeit minus 0.75%) ebenfalls noch weiter in den negativen Bereich zu drücken. Ein Ende der Negativzinsen sei für die SNB derzeit jedenfalls nicht absehbar, betonte Jordan. Der nächste reguläre geldpolitische Entscheid der SNB ist auf den 12. Dezember angesetzt.

Google schnappt sich Fitbit

Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, kauft sich für USD 2.1 Mrd. den Hersteller von Smartwatch Fitbit. Google bezahlt je Fitbit-Aktie USD 7.35, was einer Prämie von 71% auf den Schlusskurs vom 28. Oktober repräsentiert. Mit den Ressourcen und der Plattform von Google werde Fitbit schnell Innovationen herausbringen können, kommentierte Fitbit-Mitgründer und CEO James Park.

 

Wirtschaftskalender 4. November

MEZ Land Indikator Aktuell
10:30 EZ Sentix Investorenstimmung -16.75
16:00 US Auftragseingang Industrie (M/M) -0.1%

Unternehmenskalender 5. November

Land Unternehmen Periode
SZ Adecco Q3
SZ Dufry Q3
SZ Oerlikon Q3
DE Hugo Boss Q3
SP Telefonica Q3
US Marriott International Q3

 

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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