Skip navigation Scroll to top
Scroll to top

LGT Navigator: US-Grossbanken überzeugen mit Quartalszahlen

15. Oktober 2021

Starke Quartalszahlen sorgten am Donnerstag für gute Stimmung an der Wall Street. Im Anlegerfokus standen insbesondere die Ergebnisse der amerikanischen Grossbanken. Derweil sind die US-Produzentenpreise im September erneut kräftig gestiegen, und Experten korrigieren die Wachstumserwartungen für die deutsche Wirtschaft nach unten.

Quartalsausweise der US-Banken im Fokus

Starke Unternehmenszahlen haben den amerikanischen Börsen den besten Handelstag seit letztem März beschert. Der S&P 500 kletterte am Donnerstag +1.7% auf 4’438.26 Punkte und der Dow Jones gewann +1.6% (Schlussstand: 34’912,56 Punkte). Der Nasdaq Composite avancierte ebenfalls +1.7% auf 14’823.43 Zähler. Spitzenreiter waren die Aktien der Drogeriekette Walgreens Boots Alliance, die +7.4% zulegten, nachdem die Quartalszahlen des Unternehmens besser als erwartet ausfielen. 

An den asiatischen Aktienmärkten geht es am letzten Handelstag der Woche aufwärts. In Tokio gewinnt der Nikkei +1.4%. In Hongkong notiert der Hang Seng +0.9% fester und der Shanghai Composite gewinnt +0.3%.

Amerikanische Banken übertreffen Erwartungen

An der Wall Street standen am Donnerstag die Quartalsabschlüsse der Grossbanken im Fokus. So profitierte die Investmentbank Morgan Stanley im dritten Quartal von einer hohen Aktivität im M&A-Bereich und verbuchte einen Gewinnsprung von +36% gegenüber dem Vorjahr. Damit übertraf sie die Markterwartungen deutlich. Auch das New Yorker Finanzhaus Citigroup steigerte die Beratungseinnahmen aus Börsengängen, Fusionen und Übernahmen und erhöhte den Gewinn im Vorjahresvergleich um rund die Hälfte. Die Bank federte damit einen Rückgang im Handel mit Obligationen und Aktien ab. Zudem löste sie Rückstellungen auf, die sie im vergangenen Jahr für drohende Kreditausfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gebildet hatte. Diesem Beispiel folgten auch die Konkurrenten Bank of America und Wells Fargo, die im dritten Quartal ebenfalls besser als prognostiziert abgeschnitten haben. 

Die Aktien von Morgan Stanley (+2.5%), Citigroup (+0.8%) und Bank of America (+4.5%) reagierten mit Kursgewinnen auf die jüngsten Zahlen. Abwärts ging es dagegen für den grössten US-Hypothekenfinanzierer Wells Fargo (-1.6%).

US-Herstellerpreise steigen

In den USA sind die Produzentenpreise im September erneut gestiegen. So haben die Hersteller die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat um +8.6% erhöht, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Das ist das stärkste Wachstum seit Beginn der Berechnungen im Jahr 2010. Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg um +8.7% erwartet. Werden die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise ausgeklammert, resultierte im Jahresvergleich ein Preiswachstum von +6.8%. Binnen Monatsfrist sind die bereinigten Produzentenpreise um +0.2% gestiegen, das ist der schwächste monatliche Zuwachs im laufenden Jahr. Der Erzeugerpreisindex gilt als Vorlaufindikator für die Konsumentenpreise, die im Zentrum der Geldpolitik der US-Notenbank stehen. 

Inflationsdruck in Spanien so hoch wie seit 13 Jahren nicht mehr

Die Konsumentenpreise in Spanien sind im September aufgrund höherer Strom- und Kraftstoffpreise so stark gestiegen wie seit Herbst 2008 nicht mehr. Auf Jahressicht meldete das spanische Statistikamt INE eine Teuerungsrate von +4.0%. Im Vormonat betrug die Inflationsrate noch +3.3%. 

Deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute korrigieren Konjunkturprognosen

Die führenden Institute Deutschlands haben ihre Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft für das laufende Jahr aufgrund der Lieferengpässe und der anhaltenden Auswirkungen der Pandemie gesenkt. Im Herbstgutachten wird nun von einer BIP-Wachstumsrate von noch +2.4% (bisher +3.7%) ausgegangen. Im nächsten Jahr soll sich die Erholung aber wieder beschleunigen und ein Wachstum von +4.8% (bisher +3.9%) erreicht werden. Für 2023 wird eine BIP-Rate von +1.9% (unverändert) prognostiziert. Gleichzeitig rechnen die Wirtschaftsinstitute 2021 mit einer deutlich höheren Inflationsrate von +3.0% (bisher +2.4%). Im nächsten Jahr wird dann eine Entspannung auf +2.5% (bisher +1.7%) erwartet. Im Fazit heisst es, dass die inflationären Tendenzen schon im Prognosezeitraum so stark zunehmen könnten, dass eine Straffung der Geldpolitik notwendig wird. 

 

Wirtschaftskalender 15. Oktober

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:45 FR Verbraucherpreise (September, J/J) +2.4%
10:00 IT Verbraucherpreise (September, J/J) +2.5%
11:00 EZ Handelbilanz (August)  EUR +20.7 Mrd.
14:30 USA Einzelhandelsumsätze (September, M/M) +0.7%
14:30 USA NY Fed Empire State Industrieindex (Oktober) +34.3
16:00 USA Konsumentenvertrauen Uni Michigan (Oktober) +72.8

 

Unternehmenskalender 15. Oktober

Land Unternehmen Periode
CH VAT Q3 Trading Update
USA Goldman Sachs Q3

  

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Facebook oder LinkedIn – oder besuchen Sie MAG/NET und entdecken Sie spannende Hintergrundartikel. Bei Fragen steht Ihnen ein Berater der Bank gerne zur Verfügung.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.