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LGT Navigator: US-Parlament setzt historisches Zeichen zum Ende der Trump-Ära

14. Januar 2021

Nach dem soliden Jahresauftakt in der vergangenen Woche tendieren die Börsen derzeit seitwärts. Im Mittelpunkt steht einerseits die nach wie vor die höchst ungewisse weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und andererseits das politische Geschehen in den USA. In beiden Belangen gibt es aber Lichtblicke in Form der weltweit gestarteten Impfkampagnen und der kurz bevorstehenden Machtübergabe in Washington. Gleichzeitig wurde gestern mit dem im US-Parlament angestossenen, zweiten Amtsenthebungsverfahren gegen den noch amtierenden US-Präsidenten Trump Geschichte geschrieben.

US-Parlament setzt historisches Zeichen zum Ende der Trump-Ära

Noch nie in der Historie der Vereinigten Staaten sah sich ein Präsident gleich zweimal mit einem «Impeachment» konfrontiert. Der gewaltsame Sturm von Trump-Anhängern auf das Parlament in der vergangenen Woche war der Auslöser eines erneuten Amtsenthebungsverfahrens gegen Präsident Donald Trump, bei dem sich diesmal auch zehn republikanische Abgeordnete gegen Trump wendeten. Nach der quasi-Vorverurteilung wegen «Anstiftung zum Aufruhr» im Repräsentantenhaus müsste nun der US-Senat den Präsidenten effektiv des Amtes entheben, was aber angesichts der nur kurzen Zeitspanne bis zur Machtübergabe an den Demokraten Joe Biden am 20. Januar fraglich ist. Der Mehrheitsführer im nach wie vor republikanisch dominierten US-Senat, Mitch McConnell, meinte, dass ein derartiges Verfahren erst nach diesem Zeitpunkt möglich sei. Trump dürfte also auch nach dem Auszug aus dem Weissen Haus im Mittelpunkt des politischen Geschehens in Washington stehen und könnte damit den Start der Administration Biden überschatten.

An der New Yorker Börse machten die Indizes nach dem Rekordlauf in der Vorwoche am Mittwoch keine grossen Sprünge. Der Dow Jones Industrial schloss praktisch unverändert bei 31'060.47 Punkten (-0.03%) und der S&P 500 legte moderat um +0.23% auf 3'809.84 Zähler zu. Neben der Corona-Pandemie und der US-Politik haben die Börsen vor allem die morgen beginnende Unternehmensberichtssaison im Blick. In Asien steuert der MSCI Asia Pacific Index auf ein neues Rekordhoch zu, und die Aktien-Futures deuten auf einen freundlichen Handelsstart an Europas Börsen hin. Gestützt wird die Risikoneigung durch die Hoffnung auf ein neuerliches US-Konjunkturpaket.

Inflationsdruck in den USA zieht an

In den Vereinigten Staaten haben sich die Lebenshaltungskosten im Dezember stärker als erwartet erhöht. Im Vergleich zur Vorjahresperiode stiegen die Verbraucherpreise Ende des letzten Jahres um +1.4%. Analysten hatten im Schnitt mit +1.3% gerechnet. Im November hatte die Teuerungsrate noch +1.2% betragen. Die Kernrate, d.h. die Rate ohne Berücksichtigung der vielfach schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise, blieb mit +1.6% unverändert gegenüber den beiden Vormonaten. Angesichts der expansiven Geld- und Fiskalpolitik zur Bekämpfung der Coronakrise sind die Inflationserwartungen in letzter Zeit gestiegen.

EZB-Prognosen laut Notenbankchefin Lagarde weiterhin plausibel

Nach Einschätzung von EZB-Präsidentin Christine Lagarde sind die Wachstumsprognosen der Notenbank vom Dezember nach wie vor gültig, obwohl die Coronakrise mit verschärften «Lockdowns» in einigen Ländern die Perspektiven trüben. Lagarde äusserte sich optimistisch und verwies auf einige Unsicherheiten, die inzwischen bereinigt sind, wie beispielsweise das Ergebnis der US-Präsidentschafts- und der Senatswahlen, oder auch der Brexit. Zudem geben die nun zur Verfügung stehenden Covid-19-Impfungen Anlass zur Hoffnung, die Corona-Pandemie eindämmen zu können. Des Weiteren betonte die Notenbankvorsitzende, dass die EZB die Kursentwicklung des Euros sehr aufmerksam beobachtet.

Anhaltende Erholung von Chinas Aussenhandel

Mit einem kräftigen Anstieg der Exporte wie auch der Importe scheint Chinas Wirtschaft weiterhin auf Erholungskurs. Die Ausfuhren stiegen im Dezember im Vorjahresvergleich um +18.1%, nachdem bereits im November eine noch stärkere Zunahme um rund +21% beobachtet wurde. Die Importe legten gleichzeitig um +6.5% zu. Im Gesamtjahr 2020 verzeichnet China einen Anstieg der Exporte auf Jahressicht um +3.6%, während die Importe um -1.1% zurückgingen. Dank der rigorosen Bekämpfung der Pandemie konnte die Volksrepublik die Coronakrise überraschend schnell in den Griff bekommen und dürfte im Jahr 2020 im Gegensatz zur amerikanischen und europäischen Wirtschaft ein Wachstum ausweisen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht von einem BIP-Wachstum Chinas von +1.9% im 2020 aus.

 

 

Wirtschaftskalender 14. Januar 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE BIP (Q4, Q/Q)  +8.5%
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosengeld (wöchentlich) +787'000
14:30 USA Importpreise (Dezember, M/M) +0.1%

 

Unternehmenskalender 15. Januar 

Land Unternehmen Periode
USA JPMorgan Chase Q4
USA Citigroup  Q4
USA Goldman Sachs  Q4
USA Alcoa Q4

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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