Skip navigation Scroll to top
Scroll to top

LGT Navigator: Vorsichtiger Optimismus in einem anhaltend fragilen Börsenumfeld

19. November 2021

Positive Konjunkturdaten aus den USA sorgten an der Wall Street für positive Impulse. Gefragt waren insbesondere Technologieaktien. Die Standardwerte litten hingegen unter einigen enttäuschenden Unternehmensergebnissen. Insgesamt bleibt die Börsenstimmung vorsichtig optimistisch, jedoch geprägt von Unsicherheiten hinsichtlich der Inflations- und Zinsentwicklung sowie der Sorge, dass erneute Pandemie-Beschränkungen die fragile Konjunkturerholung noch stärker in Mitleidenschaft ziehen könnten.

Vorsichtiger Optimismus in einem anhaltend fragilen Börsenumfeld

Amerikanische Technologiewerte standen am Donnerstag vor dem Hintergrund eines starken Quartalsergebnisses des Grafikprozessorspezialisten Nvidia hoch im Kurs und sorgten für einen soliden Tagesgewinn an der Technologiebörse Nasdaq von rund +1%. Der Dow Jones Industrial und der S&P 500 litten hingegen unter dem Kurseinbruch des Netzwerkausrüsters Cisco oder des auch an der New Yorker Börse gelisteten chinesischen E-Commerce-Giganten Alibaba. Cisco enttäuschte mit einem verhaltenen Geschäftsausblick aufgrund von Lieferkettenproblemen und fehlender Computerchips. Die Aktie brach um mehr als -8% ein. Die Aktien von Alibaba fielen zeitweise um fast -12%, nachdem das Unternehmen mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen verfehlt und seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt hatte. In der Folge schloss der Dow -0.17% tiefer bei 35'870.95 Punkten. Der marktbreite S&P 500 ging immerhin +0.34% höher bei 4'704.54 Zählern aus dem Tagesgeschäft.

In Asien zeigten die Aktienindizes zum Wochenschluss keinen einheitlichen Trend. Für Aufmerksamkeit sorgt die Nachricht, wonach Japan heute ein neues Konjunkturunterstützungsprogramm im Umfang von fast USD 500 Mrd. ankündigen wird, um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern.

Positive Nachricht im Kampf gegen die Corona-Pandemie

Die US-Regierung kauft beim Pharmakonzern Pfizer zehn Millionen Dosen des noch nicht zugelassenen Covid-19-Medikaments «Paxlovid» für rund USD 5.3 Mrd. Nach einer Notfallzulassung durch die FDA soll die Auslieferung noch in diesem Jahr beginnen. Das Medikament werde US-Präsident Joe Biden zufolge für Amerikaner einfach erhältlich und kostenlos sein.

Frühindikatoren signalisieren verbesserte konjunkturelle Aussichten für US-Wirtschaft

Die vom New Yorker Wirtschaftsforschungsinstitut The Conference Board zusammengestellten Frühindikatoren haben sich im Oktober stärker als erwartet verbessert. Der daraus resultierende «Leading Indicator» legte gegenüber dem Vormonat um 0.9% Prozent zu (Konsens +0.8%). Der Sammelindex setzt sich aus zehn als Frühindikatoren anerkannten Wirtschaftszahlen zusammen, wie beispielsweise Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Neuaufträge in der Industrie oder Verbrauchervertrauen, und soll einen Hinweis auf die Entwicklung der Gesamtwirtschaft auf Sicht von rund sechs Monaten liefern.

US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung nähern sich dem Vor-Pandemie-Niveau

Die Zahl der Amerikaner, die in der vergangenen Woche erstmals einen Antrag auf staatliche Arbeitslosenunterstützung gestellt haben, ist fast auf das Niveau vor der Pandemie zurückgegangen. Damit scheint sich die Erholung am Arbeitsmarkt weiter fortzusetzen, obwohl der Mangel an Arbeitskräften ein Hindernis für ein schnelleres Beschäftigungswachstum bleibt. Die Erstanträge gingen in der Woche zum 13. November um 1’000 auf saisonbereinigte 268’000 Anträge zurück, der niedrigste Stand seit Beginn der Pandemie in den Vereinigten Staaten vor mehr als 20 Monaten.

Philly Fed-Index sendet positives Signal für US-Industrie

Der aktuellen Umfrage der Federal Reserve von Philadelphia zufolge hat sich das Geschäftsklima in der US-Ostküstenregion im November deutlicher stärker als erwartet verbessert. Der sogenannte Philly-Fed-Indikator für die regionale Industrie legte um 15.2 auf +39.0 Punkte zu. Analysten hatten im Schnitt mit einem nur moderaten Anstieg auf +24.0 Zähler gerechnet. Ab einem Indexwert von null Punkten signalisiert dieser Indikator eine Zunahme der Wirtschaftsaktivität.

Türkische Zentralbank senkt Leitzins trotz anhaltendem Inflationsdruck

Trotz einer Inflationsrate von knapp 20% gab die türkische Notenbank dem politischen Druck nach und senkte ihren Leitzins erneut, zum dritten Mal in Folge, diesmal um 100 Basispunkte auf nun 15%. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat bereits drei Zentralbankchefs entlassen, mit deren Geldpolitik er nicht einverstanden war. Der aktuelle Notenbankpräsident Sahap Kavcioglu ist erst seit März 2021 im Amt. Infolge des Zinsentscheids brach die türkische Lira gegenüber dem US-Dollar und dem Euro auf neue Rekordtiefstände ein.

Wirtschaftskalender 19 November

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Einzelhandelsumsätze (Oktober, M/M) -0.6%
08:00 DE Erzeugerpreise (Oktober, J/J) +14.2%
09:30 EZ EZB-Präsidentin Lagarde Rede

 

Unternehmenskalender 19. November

Land Unternehmen Periode
GB Kingfisher Q3 Umsatz

  

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Facebook oder LinkedIn – oder besuchen Sie MAG/NET und entdecken Sie spannende Hintergrundartikel. Bei Fragen steht Ihnen ein Berater der Bank gerne zur Verfügung.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.